Drake und Adin Ross sehen sich einer zweiten US-Klage wegen Stake-Promotions gegenüber.
Laut einem Bericht von casinos.com sehen sich Rapper Drake und Livestreamer Adin Ross in den USA einer zweiten Zivilklage wegen ihrer Werbung für die auf Kryptowährung basierende Glücksspielplattform Stake gegenüber.
Die am 31. Dezember 2025 in Virginia eingereichte Klage wirft dem Paar vor, die Zuschauer während live übertragener Glücksspielsitzungen in die Irre geführt zu haben, indem sie die Aktivität als persönliches Risiko darstellten, obwohl die Gelder angeblich von Stake bereitgestellt wurden.
Vorwürfe irreführender Livestream-Inhalte
Die Klägerinnen LaShawnna Ridley und Tiffany Hines behaupten, Drake und Ross hätten ihren Zuschauern während Livestreams vorgegaukelt, sie würden mit ihrem eigenen Geld spielen. Laut Klage wurde die verwendete Kryptowährung von der Plattform selbst bereitgestellt.
Die Klage wirft außerdem vor, dass ein Krypto-Trinkgeld in Höhe von 100,000 US-Dollar verwendet wurde, um die Interaktionsraten im Livestream zu manipulieren und das Interesse an Drakes Musik künstlich zu steigern. „Die beiden haben live gestreamtes Glücksspiel betrieben und dabei hohe Geldsummen gesetzt, die ihnen heimlich von Stake zur Verfügung gestellt wurden“, heißt es in der Klage. „Mit anderen Worten: Obwohl Drake und Ross vorgaben, mit ihrem eigenen Stake-Guthaben zu spielen, wurde es ihnen tatsächlich vom Veranstalter zur Verfügung gestellt.“
Ein dritter Beklagter, George Nguyen, wird in der Klageschrift genannt. Ihm wird vorgeworfen, als Vermittler bei der Umwandlung von Kryptowährung in Bargeld und der Koordination von Online-Werbemaßnahmen fungiert zu haben. Die Kläger werfen ihm Verstöße gegen den US-amerikanischen RICO-Act (Racketeer Influenced and Corrupt Organizations Act) sowie gegen Verbraucherschutzgesetze des Bundesstaates Virginia vor. Sie fordern unter anderem dreifachen Schadensersatz, Rückerstattung, Herausgabe der erzielten Gewinne und Übernahme der Anwaltskosten.
Früherer Fall wurde in Missouri eingereicht.
Die Klage in Virginia folgt einer ähnlichen Sammelklage, die im Oktober 2025 in Missouri eingereicht wurde und in der ebenfalls irreführende Marketingpraktiken im Zusammenhang mit Glücksspielwerbung und nicht offengelegte finanzielle Beziehungen vorgeworfen wurden. Weder Drake noch Ross haben sich zu den Fällen öffentlich geäußert. Stake hat zuvor jegliches Fehlverhalten im Zusammenhang mit seinen Influencer-Marketingpraktiken bestritten.
Auswirkungen auf die britische Glücksspielindustrie
Obwohl das Gerichtsverfahren in den USA stattfindet, hat der Fall möglicherweise Relevanz für den britischen Glücksspielsektor, wo Influencer-Marketing strengen Regulierungen gemäß dem Glücksspielgesetz von 2005 unterliegt.
Die UK Gambling Commission Die Glücksspielwerbung muss transparent, sozial verantwortlich und nicht irreführend sein. Influencer-Marketing muss bezahlte Partnerschaften klar offenlegen und sicherstellen, dass die Inhalte alters- und geografisch angemessen beschränkt sind. Advertising Standards Authority hat in den letzten Jahren auch die Überprüfung von Influencer-Inhalten verstärkt, insbesondere wenn diese ein jüngeres Publikum ansprechen oder die Unterscheidung zwischen Unterhaltung und Glücksspiel verwischen.
Der regulatorische Druck nimmt weiter zu
Die am 19. Dezember 2025 in Kraft getretenen neuen Regeln der UKGC, darunter Beschränkungen für Bonusmechaniken und Werbeaktionen mit gemischten Produkten, spiegeln einen breiteren regulatorischen Fokus auf Transparenz und Verbraucherschutz wider. Obwohl diese Reformen Influencer-Marketing nicht direkt betreffen, verdeutlichen die Klagen gegen Drake und Ross die Risiken, die mit aufsehenerregenden Werbeaktivitäten verbunden sind, welche die Teilnahme an Glücksspielen falsch darstellen können. Für in Großbritannien lizenzierte Betreiber dienen die Fälle als Mahnung, dass jede Nichtoffenlegung von Geschäftsvereinbarungen oder die ungenaue Darstellung von Glücksspielrisiken regulatorische und reputationsbezogene Konsequenzen nach sich ziehen kann.
